Okt 06 2011

Islamische Herrscher in Granada 711 – 1492 – Von den Mauren bis zu den Nasriden

Category: Spanische Kultur und Geschichtethomas @ 11:09

Granada ist geprägt von verschiedenen Kulturen. Neben den christlichen und jüdischen Einflüssen hat auch die arabische Kultur unübersehbare Spuren hinterlassen. Denn Granada stand vom 8. bis zum 15. Jahrhundert unter der Herrschaft verschiedener arabischstämmiger Herrscher. Die muslimisch beherrschten Teile Spaniens wurden Al-Andalus genannt, die Geschichte dieses Al-Andalus ist aber von verschiedenen, wechselnden Herrschaften gekennzeichnet.

711 nach Christus drangen die Mauren von Marokko her nach Südspanien. Die Mauren waren eine heterogene Gruppe, die sich aus Berber-Stämmen aus Nordafrika zusammensetzte. Gemeinsam hatten diese, dass sie im 7. Jahrhundert von Arabern isalmisiert wurden und nun zusammen die Iberische Halbinsel eroberten. Bis dahin stand das Gebiet die meiste Zeit unter der Herrschaft von christlich geprägten Völkern. Die Mauren und Araber brachten nach jahrelangen Kämpfen den Grossteil des heutigen Spaniens unter ihre Kontrolle – das Kalifat von Córdoba wurde gegründet (929 – 1031).

Der Islam ist in Granada bis heute sehr präsent

Der Islam ist in Granada bis heute sehr präsent

Nach einer Weile relativer Ruhe brachen Kämpfe zwischen verschiedenen maurischen und arabischen Gruppen aus. Die Kämpfe führten zum Ende des Kalifats. Das Al-Andalus wurde in verschiedene Herrschaftsbereiche aufgeteilt. Granada hatte sich bereits 1012 unter einem Berber-Truppenführer unabhängig gemacht. Diese Ziriden-Dynastie hielt Granada bis 1090 fest im Griff. Unter ihrer Herrschaft kam es zu einem verheerenden Juden-Pogrom, da diese der Verschwörung gegen die etablierten Herrscher beschuldigt wurden. Mit der Massakrierung von ungefähr 4000 Jüdinnen und Juden fand die jüdische Gemeinschaft in Granada im Jahr 1066 ihr vorläufiges Ende.

Inzwischen versuchten die christlichen Spanier von Norden her, Spanien zurückzuerobern. Das Al-Andalus stand unter Druck und rief den Berber-Stamm der Almoraviden aus Nordmarokko zur Hilfe. Mit ihrer Hilfe gelang es, die Spanier schlussendlich bei der Schlacht von Sagrajas zurückzuschlagen. Die siegreichen Almoraviden fassten daraufhin Fuss in Andalusien und hatten es ab 1090 unter ihrer Kontrolle. Der Stamm hatte schon grosse Teile Westafrikas islamisiert, nun setzte er auch im Al-Andalus immer strengere islamische Regeln durch. Der Stamm hatte allerdings mit inneren Fehden zu kämpfen und ein neuer aufstrebender Stamm bedrängte ihn.

Die Almohaden stammten aus dem Hohen Atlasgebirge und standen schon lange mit einer anderen theologischen Auslegung des Islams mit den Almoraviden in Konkurrenz. 1149 brachten sie Granada unter ihre Kontrolle. Bald gelang es ihnen, ihr Reich um ganz Nordafrika zu erweitern. Unter dem Druck der spanischen Rückeroberung und internen Machtkämpfen verlor die Dynastie allerdings nach und nach ihre Macht. 1246 riefen die arabisch-stämmigen Nasriden das Emirat von Granada aus. Die Nasriden-Herrscher kooperierten mit den christlichen Rückeroberern und lösten so die Almohaden ab. Sie sollten die letzten arabischen Herrscher sein, die Granada unter ihrer Kontrolle hatten.

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Aug 11 2011

Fiesta, Fiesta, Fiesta: Granada schläft nie!

Category: Freizeitaktivitäten der Sprachschulethomas @ 10:35

Granada lebt -auch in der Nacht und das an sieben Tagen die Woche. Die Clubs öffnen spät, meist ist vor 2 Uhr morgens noch nicht viel los. Doch in den frühen Morgenstunden geht die Post ab, egal ob Samstag oder Montag. Man beginnt den Abend am besten in einer der zahlreichen Bars.

Pedro Antonio ist eine Strasse, in der sich das Ausgeh-Volk tummelt. Hier finden sich Bars für jeden Geschmack. Da wäre zum Beispiel das Marisma, wo es gratis Pipas (ein spanischer Snack) gibt und ein Bier für 1.50 Euro kostet. Weiter gibt es viele Shot-Bars, wie zum Beispiel die Chupiteria 69, die bei Austausch-Studenten sehr beliebt ist. Für einen Euro gibt es einen Shot, oder einen Chupito, wie man auf Spanisch sagt. Man wählt aus einer Liste von mehreren Hundert Shots. Perro Andaluz ist eine weitere, eher alternative Bar, hier läuft Hardrock, man spielt Dart und Tischkicker. Die Liste könnte ewig vortgesetzt werden, kein Problem also, die Zeit zu überbrücken, bis die Discos ihre Tor öffnen.

Bereit für die grosse Fiesta in Granada

Bereit für die grosse Fiesta in Granada

Eine vollständige Liste der Nachtclubs anzugeben, wäre fast ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt einige grosse Mainstreamclubs, wie das Mae West, wo es sich besonders Dienstags lohnt, hinzugehen, weil es dann eine Comedy-Show gibt und der Eintritt frei ist. Achtung, die Türsteher nehmens sehr genau mit dem Dress-Code. Weiter ist das Camborio zu emfpehlen. Es befindet sich am Hügel im Sacramonte, von wo man eine super Aussicht auf die Alhambra geniessen kann. Das Booga bietet ein abwechslungsreiches Programm. Am Wochenende läuft meist Funk oder Electro. Am Sonntag Jazz, am Mittwoch Flamenco -sehr empfehlenswert. Das La Vogue bietet für jeden was. Jeder kommt rein, es gibt zwei Säle, einer mit Party-Tunes, einer mit Elektro. Die alternative Szene versammelt sich im Who, von Reagge bis Hardrock gibts dort alles.

Wer in Granada ausgehen will, der kommt mit Sicherheit auf seine Kosten, denn Granada schläft nie. Auch die Spanischschüler der Escuela Delengua lassens gern krachen – ein Glück, dass der Unterricht nie vor 10.00 Uhr morgens beginnt…

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Jun 02 2011

Mit der Escuela Delengua die magische Nacht von San Juan erleben – ein unvergessliches Erlebnis

Der Mond während der magischen Nacht von San Juan

Der Mond während der magischen Nacht von San Juan

Die Elemente der Erde sind die Protagonisten bei dem großen granadinischen Fest, der Nacht der Sommersonnenwende. Wasser und Feuer sind die Basisbestandteile des Festes, weil sie in alten Ritualen zur Sommersonnenwende vereint waren. Daher feiert man die Nacht von San Juan immer in der Nähe eines Flusses, eines Sees oder des Meers und mit großen Lagerfeuern. Auch in der Provinz und in der Stadt von Granada wird die Ankunft des Sommers mit Lagerfeuern und Grillfesten gefeiert. Die Dörfer der Provinz ergänzen die Basiselemente für gewöhnlich mit verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen, so auch das Rathaus Granadas.Viele Menschen sagen, dass die Nacht von San Juan die magischste des ganzen Jahres ist. Eigentlich ist die kürzeste Nacht des Jahres schon am 21. Juni. Daher beginnen die Feierlichkeiten in Granada schon einige Tage vor der magischen Nacht am 23. Juni, aber enden nach der gleichen Art, wie in den Dörfern. Mit einem Gartenfest und der traditionellen Grillparty in der Nähe des Flusses Genil wird der Sommer in der Nacht seiner Ankunft willkommen geheißen. Auch die Sprachschule Escuela Delengua nimmt jedes Jahr an den traditionellen Festen teil und lässt es sich den Moment nicht entgehen, wenn die Lagerfeuer

Das Feuer soll der Sonne Kraft verleihen

Das Feuer soll der Sonne Kraft verleihen

angezündet werden, damit sie der Sonne mehr Kraft geben. Denn die Nacht der Ankunft des Sommers heißt auch gleichzeitig, dass die Tage anfangen, kürzer zu werden. Die Flammen der Lagerfeuer helfen der Sonne, die von diesem Tag an schwächer und schwächer wird. Die Nacht von San Juan, das heißt die Sommersonnenwende, wird für gewöhnlich in vielen Ländern der Welt gefeiert. Neben Spanien gibt es ebenfalls Feiern in Portugal (Fogueiras de São João), Norwegen (Jonsok), Dänemark (Sankthans), Schweden (Midsommar), Finnland (Juhannus) und Grossbritannien (Midsummer). In Südamerika gibt es zum Beispiel in Brasilien die Festas Juninas, und in Venezuela feiert man die Nacht von San Juan wie in Spanien.

Verbinde Deinen Granadaaufenthalt mit einem Spanisch Sprachkurs in der Escuela Delengua und erlebe mit uns die magische Nacht von San Juan.

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Okt 22 2010

Granada, die Stadt der Tapas

Granada, die Stadt der Tapas

Granada, die Stadt der Tapas

Ein reichhaltige Auswahl an Tapas

Ein abwechslungsreiche Auswahl an Tapas

Tapas sind ohne Zweifel Teil der spanischen Kultur. Eine Tapa ist eine kleine Portion von Snacks, die man zu einem Getränk gereicht bekommt. Die Bedeutung von Tapas für die Spanier geht aber weit über die reine Nahrungsaufnahme hinaus.  Tapas essen gehen ist eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der das Soziale genau so wichtig ist wie das Kulinarische. Man trinkt ein bisschen, schwatzt ein bisschen, isst ein bisschen und normalerweise wechselt man nach einer oder zwei Tapas die Bar. So schlendert man durch die Strassen auf der Suche nach der nächsten Bar und Tapas essen wird zum Spaziergang.

In einigen Städten erhält man die Tapas kostenlos zu einem Getränk, so auch in Granada. Deshalb ist Tapas essen gehen hier besonders beliebt. Es gibt hunderte von Bars in dieser Stadt und die meisten sind immer sehr gut besucht. Die Tapas-Bars prägen das Stadtbild und beeinflussen den Lebensstil der Einwohner.

Eine Tapa kann fast alles sein. Ein paar Oliven, ein Hamburger, gebratene Kartoffeln mit Sauce oder ein Salat. Viele Bars spezialisieren sich auf gewisse Tapas. So kriegt man im arabisch geprägten Viertel Albaycin zum Beispiel Couscous als Tapas, beim Japaner Sushi. Tapas ersetzen also schnell mal eine Mahlzeit. Sie schmecken gut und sind günstig. Für maximal 2 Euro kriegt man ein Getränk nach Wahl – Bier, Tinto de Verano, Saft oder Softgetränke – eine Tapa inklusive.

Das Wort “tapar” bedeutet im Spanischen “zudecken”. Woher der Name Tapa stammt, ist umstritten. Einige sagen, man hätte die Getränke früher mit einem kleinen Tellerchen zugedeckt, um sie vor Insekten zu schützen und dann das Tellerchen noch mit Essen garniert. Andere führen die Entstehung der Tapas auf König Alfons X. von Kastilien zurück, der während einer längeren Krankheit nur kleine Häppchen zu sich nehmen konnte, was ihm aber so zusagte, dass er später befahl, Wein dürfe nur noch zusammen mit kleinen Mahlzeiten serviert werden. Eine plausible und einfache Erklärung ist die, dass die Tapas einfach den Appetit “decken” sollen. Wie auch immer – Tapas sind sowohl ein kulinarisches, wie auch soziales Erlebnis. Wer Granada besucht, sollte sich diesen Schmaus auf keinen Fall entgehen lassen!

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Jul 19 2010

Delengua – Die Spanisch Schule im Zentrum von Granada, Spanien

Der Eingang zur Spanisch Schule im Zentrum von Granada

Der Eingang zur Spanisch Schule im Zentrum von Granada

Wer einen Spanischkurs in Spanien macht, möchte mehr als Spanisch lernen. Spanisch Schüler wollen mehr über Kultur, Leben und Alltag in Spanien erfahren. Die Lage der gewählten Spanisch Schule ist deshalb wichtig. Denn lange Anfahrtswege, um an interessante Orte einer Stadt zu gelangen, sind mühsam und nehmen einem die Lust, die Stadt zu erkunden. Die Escuela Delengua in Granada ist mittendrin. Die Spanisch Schule im Zentrum von Granada ist ideal gelegen und bietet damit einen grossen Vorteil gegenüber anderen Spanisch Schulen in Granada.

Die Escuela Delengua liegt im unteren Albaycin, fünf Minuten von der Plaza Nueva entfernt, gleich gegenüber der Alhambra und auch die Kathedrale ist mittels einem kurzen Fussmarsch zu erreichen. Das Alabycin ist das wohl schönste historische Quartier in Granada. Die verwinkelte Altstadt zieht sich bis weit auf die Hügel am Stadtrand von Granada hinauf, wo zahlreiche Aussichtspunkte liegen. Die Spanisch Schule organisiert für ihre Schüler regelmässig

Die Plaza Nueva im Zentrum von Granada, zwei Gehminunten von der Escuela Delengua entfernt

Die Plaza Nueva im Zentrum von Granada, zwei Gehminunten von der Escuela Delengua entfernt

Spaziergänge zu den schönsten Aussichtspunkten, die problemlos zu Fuss zu erreichen sind. Die Schule ist umgeben von arabischen Teestuben, kleinen Läden und Cafes. Da alles Fussgängerzone um die Schule herum ist,  ist das ‘Herumschlendern’ eine beliebte Tätigkeit der Spanisch Schüler von Delengua. Ganz nah befindet sich auch die Calle Elvira. In dieser Strasse konzentrieren sich zahlreiche Tapas Bars, Pubs und Clubs. Hier wird gegessen, getrunken, getanzt und wenns mal später wird, ist man ganz nah von zu Hause, denn die Unterkünfte der Escuela Delengua sind allesamt sehr nahe der Schule gelegen.

Im Zentrum von Granada lebts sich gut. Man braucht nur selten einen Bus zu besteigen, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten sind in der Nähe und man hat nur einen kurzen Schulweg. Die Spanisch Schüler der Escuela Delengua sparen sich so viel Zeit, die sie für die wichtigen Dinge brauchen können: Sich in den spanischen Alltag stürzen, die Stadt entdecken, Freundschaften schliessen und vor allem: Spanisch lernen - Mit Delengua, der Spanisch Schule im Zentrum von Granada.

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Jun 21 2010

Vorsicht, Granada macht süchtig

Category: Granadathomas @ 13:26

Madrid oder Barcelona – das ist Spanien, das sind Weltstädte. Granada – noch nie gehört. Obwohl die Stadt keinen grossen Namen hat, existiert ein bemerkenswertes Phänomen, eine Art ‘Granada-Syndrom’. Lebt man in der Stadt, so trifft man immer wieder auf Gestrandete. Ehemalige Austausch-Studenten und Sprachschüler, oder Reisende, die alle eines gemeinsam haben: Sie verbrachten eine Weile in Granada, verliebten sich in die Stadt und kehrten zurück, um zu bleiben.

Granada aus der Ferne

Granada aus der Ferne

Worin liegt der Zauber dieser Stadt, die nicht New York oder Paris ist, die aber Heimat unzähliger Auswärtiger geworden ist? Granada fasziniert, zieht einen in seinen Bann. Spricht man mit Granada-Vertrauten, so kommen viele ins Schwärmen. Die Stadt ist freundlich, warm, nimmt seine Besucher herzlich auf. Sie ist nicht gross und protzig, kennt keine breiten, stauverstopften Strassen. Das Zentrum ist sehr konzentriert, fast alles wichtige liegt in Reichweite eines kurzen Fussmarsches – Man ist nicht auf gestossen volle Metros angewiesen und braucht nicht hastig Taxis herzuwinken.

Und es ist warm. Die andalusische Sonne sorgt für milde Temperaturen während dem ganzen Jahr, doch noch weit wichtiger, erwärmt sie auch die Herzen. Die Wärme der Stadt drückt sich nicht nur physisch, sondern auch durch die Herzlichkeit seiner Bewohner aus. Es sind Menschen, die fast jeden Tag mit Sonnenschein aufstehen und ihr Lebenstempo dem Klima anzupassen wissen. Man ist nett zueinander, schliesslich ist ja schönes Wetter. Zeit für einen kurzen Schwatz nimmt man sich immer und auf die erholungsbringende Siesta nach dem Mittagessen ist keinesfalles zu verzichten.

Die Alhambra steht für vieles, was Granada ausmacht

Die Alhambra steht für vieles, was Granada ausmacht

Die Alhambra, die seit Jahrhunderten über der Stadt thront, steht für vieles, was Granada ausmacht. Die Festung verbindet ästhetische Architektur mit wunderschönen Pärken, spannende Geschichte mit reichhaltiger Kultur, Beständigkeit mit Wandel. Schon immer war die Stadt ein Schmelzpunkt der Kulturen, Araber, Juden und Katholiken kamen und gingen und hinterliessen ihre Spuren.

Granada ist gut. Granada hat Charme. Granada ist herzlich. Und: Vorsicht, Granada macht süchtig.

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Mai 03 2010

Tiefe Lebenskosten: In Granada lässts sich leben!

Exklusive Tapas: in Granada für wenig Geld zu haben

Exklusive Tapas: in Granada für wenig Geld zu haben

Granada ist billig. Für Sprachschüler, die hier einen Spanischkurs machen und nicht über ein allzu grosses Budget verfügen, ist das ein grosser Vorteil. Denn wenn man schon im Ausland ist, will man was erleben – und das kostet. Dank den tiefen Preisen in Granada kommen hier aber auch die weniger gut begüterten Sprachschüler voll auf ihre Kosten.

Wenn man neue Leute trifft, geht man was zusammen trinken. Das kann schnell teuer kommen, wenn man in einer teuren Stadt lebt. In Granada findet man viele Bars, wo das Bier gerade mal 1.50 Euro kostet, ein Glas Wein 2 Euro. Kommt dazu, dass in Granada die berühmten Tapas (verschiedenste Snacks) kostenlos mit einem Getränk serviert werden. Wenn ich also 2 Getränke trinke, bekomme ich zwei Tapas. Die meisten haben so schon gegessen. Miteinander Essen gehen, Tapas essen, wird so zur beliebten Aktivität – die sich jeder leisten kann.

Wer es noch billiger haben will kauft die Getränke gleich selbst ein und trinkt zu Hause. Botellon nennens die Spanier, wenn alle ein Getränke mitbringen und sich irgendwo treffen. Lädt man Leute zu sich nach Hause ein, muss man normalerweise nicht teure Getränke für alle Gäste einkaufen. Es ist normal, dass jeder was mitbringt. Das kommt billig und ist unkompliziert.

Wers nach Tapas oder Botellon noch in einen Club zieht, muss sich auch nicht grosse Geldsorgen machen. Die meisten Clubs verlangen 6 Euro Eintritt, fast immer sind wahlweise 2 Bier oder ein Drink im Preis inklusive. Faktisch zahlt man also eigentlich keinen Eintritt, sondern muss ein Minimum an Getränken konsumieren. Anstelle von Bier geht natürlich auch ein Softdrink.

Nach dem Club-Besuch (oder auch zu normalen Uhrzeiten) ziehts den einen oder anderen noch in einen Kebab-Laden. Diese findet man an jeder Ecke. In einigen Läden kriegt man schon ab 3 Euro einen guten Kebab. Je nach Extras, die man gern noch haben möchte, gehts in 50 Cents-Schritten aufwärts.

Ob reich oder arm, wer einen Spanischkurs in Granada macht, kanns sich gut gehen lassen…

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Mrz 15 2010

Das Massaker von Granada: Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Spaniens

Category: Spanische Kultur und Geschichtethomas @ 16:39

Wir schreiben das Jahr 1066. Tiefes Mittelalter, das andalusische Granada floriert und liegt fest in arabischer Hand. Auch eine grössere jüdische Gemeinschaft hat sich in Granada angesiedelt. Sie lebt gut integriert und wirtschaftet erfolgreich. Doch macht sich zunehmend Unmut in der islamischen Bevökerung breit. Die Juden zeigten keinen Respekt gegenüber dem Islam, hielten Abmachungen nicht ein, hörte man. Am 30. Dezember 1066 entlädt sich diese Stimmung in der schrecklichsten nur denkbaren Art.

Lesung aus der Thora

Lesung aus der Thora

Eine aufgebrachte Menschenmenge, ein wütender Mob, macht sich auf zum Palacio Real, dem Königspalast. Gewaltsam verschaffen sich die Muslime Eintritt, schnappen sich den mächtigen jüdischen Wesir Joseph inb Naghrela, nageln ihn an ein Kreuz, wo er in der Folge elendig zu Grunde geht. Danach setzt das eigentliche Massaker ein. Der Mob zieht los und massakriert gnadenlos alle Juden, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Frauen und Kinder werden nicht verschont, 1500 Familien werden ausgerottet, insgesamt 4000 Jüdinnen und Juden brutal ermordet. Es ist das vorläufige  Ende der jüdischen Gemeinschaft in Granada.

Die Wertung des Ereignis ist problematisch. Einerseits wird das Massker als erster antijüdischer Pogrom auf dem europäischen Kontinent gewertet, andererseits als aussergewöhnliches Ereignis in einer langen Geschichte des friedlichen Zusammenlebens von Muslimen und Juden.

Die kulturelle Vielfalt Granadas fasziniert bis heute. Für Touristen, Sprachstudenten und Kulturinteressierte ist die Stadt in Spanien ein Paradies. Das Viertel Realejo ist bis heute jüdisch geprägt, im Albayzin wird soviel arabisch gesprochen wie spanisch (dort befindet sich die Sprachschule Delengua), das Stadtbild schliesslich ist stark geprägt von prunkvollen katholischen Bauten, wie der gewaltigen Kathedrale von Granada. Granada erlebte dunkle Zeiten, wie das Beispiel des Massakers von 1066 zeigt. Heute leben die verschiedenen Kulturen weitgehend friedlich miteinander.

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Mrz 02 2010

¡Olé! – Flamenco-Kurse in Granada, Spanien

Flamenco ist Instensität und Leidenschaft. Flamenco ist Leben.

Der Atem des Publikums stockt als sich die Flamencotänzerin Maria graziös erhebt, mit eindringlichem Blick hervor tritt, ihre Arme über den Kopf hebt und zu tanzen beginnt. Flamenco ist nicht nur ein Tanz, Flamenco ist Leben. Flamenco ist Intensität und Leidenschaft. Verkörpert durch die wunderschöne Tanzerin Maria, die in ihrem feurig-roten Kleid, die Zuschauer in ihren Bann zieht.

Und Flamenco ist ansteckend. Manch ein Sprachschüler der Escuela Delengua hat sich mit dem Virus infiziert. Denn der Tanz- und Musikstil ist eines der kulturellen Highlights des südspanischen Granada. In dieser liebenswürdigen Stadt, mit ihren pittoresken Plätzen und Gässchen,  stark beeinflusst vom arabischen Nordafrika, wird Flamenco bei milden Temperaturen tagtäglich auf der Strasse gelebt. Sanfte Gitarrenklänge und feines Händeklatschen verleihen dem geschäftigen Leben der Stadt einen freundlichen Charakter.

Einige Infizierte begnügen sich nicht mit dem Besuch von Flamenco-Konzerten. Sie besuchen einen Flamenco-Tanzkurs der Escuela Delengua in Granada. Die Kurse starten jeden Montag, man belegt normalerweise zwei Lektionen pro Tag (ausser freitags) in Gruppen von einer bis zu fünf Personen. Wer das Instrumentale lieber mag, kann auch lernen Flamenco-Gitarre zu spielen. Da die meisten nur bis 1.30 Unterricht haben, stellen die Flamenco-Kurse eine interssante Ergänzungsmöglichkeit zu dem Sprachkurs dar.

Maria, die Tänzerin, hebt ihr Kleid leicht an, um die steppähnliche Einlage besser vollziehen zu können, stapft gekonnt immer virtuoser und schneller und beendet schliesslich schweissüberströmt mit einem lauten, eingänglichen Fusstritt  den Tanz: “¡Olé!”, ruft die begeisterte Menge.

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Feb 23 2010

Freizeitaktivitäten der Escuela Delengua Granada – Entdecke Spanien!

Category: Freizeitaktivitäten der Sprachschulethomas @ 15:43

Langeweile kommt in Granada bestimmt nicht auf. Nach dem Spanischkurs bietet Delengua verschiedene Freizeitaktiviäten an. Dies an fünf bis sechs Tagen in der Woche und zum Selbstkostenpreis. Das heisst, du bezahlst nur für Eintrittsgelder, Bustickets oder ähnliches. Begleitet werden die Ausflüge und Aktivitäten von Lehrpersonen der Sprachschule, die gerne über die spanische Kultur, Geschichte und Gebräuche Auskunft geben. Im folgenden einige typische Beispiele davon, was du mit Delengua nach dem Spanischkurs in Granada erleben kannst.

Sprachschüler erkunden die berühmte Alhambra

Sprachschüler erkunden die berühmte Alhambra

Tapas essen ist in Granada ein Volkssport. Die Snacks gibt es umsonst zu einem Getränk, das etwa zwei Euro kostet – eine Besonderheit die es ausserhalb Granadas kaum mehr gibt. Ein, zwei und für die ganz hungrigen drei Portionen Tapas und du hast gegessen. Doch das Essen ist nur sekundär, hauptsächlich gehts ums Kennenlernen, Schwatzen und Spanisch üben! Das Viertel, indem sich die Escuela Delengua befindet, heisst Albayzin und zählt zu den schönsten Granadas. Die Lehrpersonen werden dich darüber informieren, weshalb das Viertel bis heute stark arabisch geprägt ist, dir die besten Teestuben zeigen und dich zu den schönsten Aussichtspunkten führen. Weiter ist der Besuch der beliebtesten Sehenswürdigkeit Spaniens, der Festung Alhambra, ein absolutes Muss!

Granada ist auch gut gelegen, um Ausflüge zu einigen der schönsten Orte Andalusiens zu unternehmen. Die Sprachschule Delengua bietet Ausflüge zur nahe gelegenen Sierra Nevada, an die Costa Tropical mit ihren Sandstränden oder in die Kulturstädte Sevilla und Córdoba an. Ski fahren im Winter, baden im Sommer – Die Umgebung von Granada hat viel zu bieten!

Ein Spanischkurs lohnt sich also nicht nur, um die Sprache zu lernen. Nebenbei hast du die Möglichkeit eine fremde Kultur kennen zu lernen und die schönsten Ecken Andalusiens zu entdecken. Mehr Infos über das vielfältige Freizeitangebot der Escuela Delengua findest du hier: Freizeitaktivitäten Escuela Delengua Granada, Spanien

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