Dez 17 2012

Die Reconquista – Als letztes fiel Granada

Category: Spanische Kultur und Geschichtethomas @ 10:45
Die Reconquista erforderte jahrzehnte lange Schlachten. Die letzte in Granada.

Die Reconquista erforderte jahrzehntelange Schlachten. Die letzte fand in Granada statt.

Die Iberische Halbinsel wurde ab dem 8. Jahrhundert von der Islamischen Expansion von Nordafrika her erfasst. Araber und Berber brachten in jahrelangen Kämpfen praktisch das ganze Territorium des heutigen Spaniens und Portugals unter ihre Kontrolle. Bis 1492 gelang den christlichen Herrschern die Rückeroberung. Die Kämpfe waren zäh und dauerten an. Das Emirat von Granada war die letzte Hochburg der Muslime. Hier ging die Ära der muslimischen Herrschaften auf der Iberischen Halbinsel zu Ende.

Die Mauren eroberten Spanien vom Süden her. Die Spanischen Könige mussten sich in den Norden zurückziehen. Von dort aus startete die Rückeroberung. Als Santiago de Compostela von den Mauren eingenommen wurde, traf dies die Spanier empflindlich. Hier lag ihr Schutzheiliger, der Jünger Jakobus der Ältere begraben. Er galt als Integrationsfigur des christlichen Spaniens und ist noch heute Schutzpatron der Nation. Die Rückeroberung seiner Grabstätte war ein wichtiges Motiv für die Reconquista. Der Schutzheilige erhielt den Beinamen ‚Matamoros‘, was so viel wie ‚Maurenschlächter‘ heisst. Die Spanier starteten also in einer ersten Phase von Norden her und drängten die Mauren in Richtung Süden zurück.

Die Reconquista vollzog sich von Norden nach Süden. Zuletzt fiel Granada.

Die Reconquista vollzog sich von Norden nach Süden. Zuletzt fiel Granada.

Bis zum 11. Jahrhundert war zwar viel Terrain gewonnen, doch erst mit der Eroberung von Toledo nahe Madrid 1085 wurde eine Stadt erobert, die zum Kerngebiet der Mauren zählte. Die Reconquista trat in eine zweite Phase. Die Mauren sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Zur Verteidigung riefen sie die Almoraviden, einen Berberstamm aus Marokko zu Hilfe. Diese riefen den heiligen Krieg gegen die Christen aus und schafften es, die Truppen der Katholischen Könige im Zaum zu halten. In ihrem Triumph übernahmen die Almoraviden die Macht im muslimischen Teil Spaniens. Der Konflikt nahm immer mehr die Konturen eines Religionskriegs an, denn auch die Päpste riefen zum Kreuzzug auf der Iberischen Halbinsel auf.

Die Christen waren nicht zu stoppen. Während die Muslime mit internen Quereleien und Machtwechseln zu tun hatten, gewannen die christlichen Truppen eine entscheidende Schlacht bei Las Navas de Tolosa 1212. In der Folge fielen wichtige andalusische Städte. Übrig blieb das Emirat von Granada. Andalusien wurde noch während Jahrzehnten von Unruhen und Aufständen von Muslimen aufgewühlt. Die letzten maurischen Herrscher, die Nasriden, die ihren Sitz in der Alhambra von Granada hatten, wurden 1492 von den Katholischen Königen entmachtet. Granada, die letzte Hochburg der Muslime, fiel und Spanien sollte fortan in christlicher Hand sein.

Die Spanischschule Escuela Delengua befindet sich in Granada, am Fuße des historischen Stadtviertels Albaicín. Hier kannst du den Einfluss der Mauren und die Konsequenzen der Reconquista an vielen interessanten Orten besichtigen. Wenn du mehr erfahren möchtest, kannst du einen unserer Spezifischen Spanischkurse besuchen, z.B. über spanische und lateinamerikanische Geschichte und Kunst.

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